dunkles Output Rocks Logo

Das Mandanten-Management von Output.Rocks ermöglicht es Ihnen, mehrere Umgebungs-Mandanten innerhalb einer Output.Rocks-Instanz zu verwalten.

Dies ist besonders nützlich für:

  • Versorger mit mehreren Marken (z.B. Regionalmarken)
  • Dienstleister, die Elemente für verschiedene Kunden verwalten
  • Konzerne mit dezentralen Geschäftsbereichen
  • Service-Provider, die White-Label-Lösungen anbieten

Element-Typen, ihre Vererbung und Sichtbarkeiten

Das System unterscheidet zwischen zwei Element-Typen: vererbbar Standardelemente für alle Mandanten eines Accounts und private Elemente für einen bestimmten Mandanten, unterscheidbar durch zwei Icon-Symbole:

'ID' IconElement-Typ'Mandant' Spalte'Standard für Umgebungs-Mandanten' Spalte

Nutzer-Elemente (Priorität 1)
Gehören dem aktuellen Nutzer (persönlich/privat)

NullNO

Mandant-spezifische Elemente (Verwaltungsansicht)
Einem bestimmten Umgebungs-Mandanten zugeordnet
⚠ Nur für Hauptmandant sichtbar - nicht in Render-Prozessen verwendet

(ID) Name des MandantenNO

Standard-Element (Priorität 2)
Für alle Umgebungs-Mandanten verfügbar

NullYES

Icon-Symbolik:
= Vererbung an alle Mandanten
= Privat für einen bestimmten Mandanten (eigenes Element oder von einem spezifischen Mandanten)

Hierarchie-Ebenen

Es gibt dabei nur zwei Hierarchie-Ebenen pro Output.Rocks-Kunde:

  1. Hauptmandant (Master-Ebene mit voller Übersicht)
  2. Beliebig viele Umgebungs-Mandanten (Eine Ebene darunter, beschränkte Sicht)

Sichtbarkeits-Unterschiede zwischen Haupt- und Umgebungs-Mandanten:

Als untergeordneter Umgebungs-Mandant sehen Sie:

  • Eigene Elemente als private und geerbte Standard-Elemente
  • Nur eigene Testdaten-Sets für spezifische Template-Tests
  • KEINE 'Umgebungs-Mandanten' Spalte in Element-Übersichten und keine Elemente anderer Umgebungs-Mandanten

Als Hauptmandant sehen Sie:

  • Eigene Elemente und verwaltbare, zu vererbende Standard-Elemente
  • Zusätzlich die 'Umgebungs-Mandanten' Spalte mit allen Elementen aller Umgebungs-Mandanten
  • Alle Testdaten-Sets aller Mandanten für umfassende Template-Tests

Unterstützte Element-Typen

Das Mandantensystem funktioniert für folgende Output.Rocks Elemente:

Element-TypVererbbare StandardsMandant-Zuweisung
Templates
Vorlagenkomponenten
Standardwerte
Bilder
QR-Codes
Validierungen
Diagramme
E-Mail-Vorlagen
E-Mail-Anhänge
Benutzerdefinierte Zugangsdaten
Webhooks
Formular(masken)
API-Token
Benutzer
Testdaten-Sets

Standard-Elemente und private Mandant-Elemente

Output.Rocks implementiert eine intelligente Element-Vererbung, bei der Standard-Elemente automatisch an alle Umgebungs-Mandanten vererbt werden.

Aber eigens erstellte private Mandant-Elemente haben Vorrang vor Standard-Elementen. Das bedeutet, dass ein Umgebungs-Mandant sein eigenes, privates Element statt des geerbten Standard-Elements verwendet, wenn es den gleichen Identifier (oder Gruppenidentifier) hat wie ein Standard-Element.

Vererbung und Überschreibung

1. Vererbung: Standard-Elemente stehen automatisch allen Umgebungs-Mandanten zur Verfügung

Aber

2. Überschreibung: Sobald ein Mandant ein eigenes Element mit identischem Identifier erstellt, wird das Standard-Element beim Rendering ignoriert

Beispiel:
• Hauptmandant: Verteilt Vorlage kundenrechnung (Standard )
• Umgebungs-Mandant: Erstellt eigene kundenrechnung (eigenes Element)
Rendering-Ergebnis: eigenes Mandant-Template wird verwendet, Standard-Template wird ignoriert

Identifier-Logik: Die Überschreibung funktioniert auch mit Gruppenidentifiern bei Template-Komponenten und Standardwerten. Ein privates Element mit identischem Gruppenidentifier überschreibt alle Standard-Elemente dieser Gruppe.

Praktisches Anwendungsbeispiel

Szenario: Energieversorgungsgruppe mit Regionalmarken

Mandant Sicht: Stadtwerke Nord

Vorlagen

IDIdentifierGruppen-Identifier

6390

agb_aktualisierungNull

6357

agb_aktualisierungNull

Vorlagenkomponenten

IDIdentifierGruppen-Identifier

2105

footer_stadtwerkeNordfooter

2098

footer_standardfooter

Standardwerte

IDIdentifierGruppen-Identifier

1205

datenschutzbeauftragterNull

1210

firmennameNull

Bilder

IDIdentifierGruppen-Identifier

890

firmen_logoNull

885

firmen_logoNull

Das System kombiniert automatisch Elemente nach Priorität. Nutzer müssen nicht alle Komponenten neu definieren - das System nutzt intelligent die verfügbaren Fallback-Ebenen.

Marken und Mandanten: zwei Achsen

Umgebungs-Mandanten strukturieren Organisation und Vererbung von Elementen (Standard vs. mandantenspezifisch). Marken definieren zusätzlich Corporate-Identity-Varianten auf Client-Ebene: Zu einem Rendering-Request wird passend zur Nutzlast eine Marke ermittelt; markenfähige Vorlagen-Elemente können pro Marke unterschiedliche Inhalte bereitstellen. Marken ersetzen Untermandanten nicht — sie ergänzen sie, etwa für besondere CI-Varianten, Kampagnen, Zielgruppen-spezifische Inhalte, etc.

Die Verwaltung und Anlage der Marken finden Sie in der App unter Vorlagen-ManagementMarken.

AspektUmgebungs-MandantenMarken
ZweckOrganisatorische Trennung, Nutzer-Sicht, Vererbung von Standard-ElementenCI-Auswahl pro Request (Logos, Farben, Textvarianten, …)
Steuerung in ElementenDropdown „Umgebungs-Mandant“, Checkbox „Standard für Umgebungs-Mandanten“Feld brandIdentifier (z.B. default vs. eigene Marke)
Typisches SzenarioKonzerne mit mehreren rechtlich/inhaltlich getrennten EinheitenEin Mandant mit mehreren sichtbaren Marken (z.B. Regional- und Hausmarke)

Bei der Markenfindung wertet Output.Rocks pro aktiver Marke eine Bedingung (dieselbe Expression-Logik wie bei Vorlagenbedingungen) aus, berücksichtigt dabei Priorität und Aktiv ab, und begrenzt den Kandidatenpool auf den passenden Scope (Ihr Client, ggf. in Kombination mit dem im Request gewählten Umgebungs-Mandanten). Es gibt immer eine geschützte Default-Marke default als stabile Basis.

Auflösung markenfähiger Elemente: Stimmt der am Request gespeicherte brandIdentifier mit dem einer Vorlage, eines Bildes, einer Komponente usw. überein, wird dieses Element bevorzugt. Fehlt eine markenspezifische Variante, bleibt default als Fallback.

Rendering-Auswahl und Regeln

Beim Rendern wird die Marke als eigener Workflow-Schritt zwischen Datenmapping und Template-Auswahl bestimmt. Das Ergebnis wird als brandIdentifier am Rendering-Request gespeichert und in Dokument- sowie E-Mail-Übersichten als Marken-Badge angezeigt.

Die Auswahl folgt diesen Regeln:

  • Berücksichtigt werden aktive Marken im passenden Scope (Ihr Client; bei gesetztem Request-Umgebungs-Mandanten ggf. zusätzlich markenspezifische Zeilen für diesen Mandanten und client-weite Marken ohne Mandantenbindung).
  • Aktiv ab muss vor oder auf dem Erstellzeitpunkt des Requests liegen.
  • Alle passenden Markenbedingungen werden gesammelt.
  • Die höchste Priorität gewinnt.
  • Der Request wird blockiert, wenn keine aktive Marke im Gültigkeitsbereich existiert, keine Bedingung passt, oder mehrere Marken dieselbe höchste Priorität haben.

Bedingungs-Kontext zum Zeitpunkt „Marke bestimmen“

Markenbedingungen nutzen dieselbe Expression-Umgebung wie andere Vorlagenbedingungen. Wichtig zum Zeitpunkt „Marke bestimmen“ (vor der Template-/App-Daten-Aufbereitung):

KontextInhalt
dataZusammenführung der Rendering-Rohdaten: Payload (value) und was zu diesem Zeitpunkt bereits im Render-Objekt unter app liegt — nicht das vollständige, später von der Map-Phase aufgebaute App-Datenpaket für Docmosis (Standardwerte/Komponenten-Auflösung für das finale Rendering folgen erst danach).
metadataMetadaten des Requests
requestRequest-Kontext wie externalId, template, format, webhook, comment, emailServer; bei der Prüfung einer Kandidaten-Marke ist brandIdentifier hier die Kennung dieser Marke
standardVerfügbar: Map der Standardwerte (identifier → Wert), geladen im Kontext der jeweils geprüften Kandidaten-Marke (immer einschließlich default, plus die Marke, die gerade getestet wird)

Halten Sie Markenbedingungen möglichst eindeutig. Eine Default-Marke mit true und Priorität 0 sorgt für einen stabilen Fallback, während spezifische Marken höhere Prioritäten erhalten.

Markenspezifische Elementtypen

Folgende Elemente sind markenfähig und besitzen ein Feld brandIdentifier:

Wenn ein Rendering-Request z.B. die Marke stadtwerk_sued erhält, sucht Output.Rocks bei markenfähigen Elementen bevorzugt nach brandIdentifier = stadtwerk_sued. Gibt es kein passendes Element für diese Marke, bleibt brandIdentifier = default als Fallback verfügbar.

Für Varianten derselben Vorlage oder desselben Elements verwenden Sie denselben fachlichen Identifier und unterscheiden nur den Marken-Identifier. Beispiel: logo mit brandIdentifier = default und logo mit brandIdentifier = stadtwerk_sued.

In der Marken-Detailansicht zeigt die SPA verknüpfte Konfiguration pro Elementtyp. Die Links führen direkt in die jeweilige Liste und setzen dort den Filter brandIdentifier, damit alle Elemente dieser Marke sichtbar sind.

Export und Import

Der Template-Konfigurations-Exporter enthält Marken als eigene Kategorie. Markenfähige Elemente exportieren zusätzlich ihren brandIdentifier, sodass CI-Varianten zwischen Umgebungen übertragen werden können.

Beim Import wird die geschützte Default-Marke nicht doppelt angelegt, wenn sie im Zielmandanten bereits existiert. Importieren Sie markenspezifische Elemente zusammen mit den dazugehörigen Marken, damit die Validierung des brandIdentifier erfolgreich ist.

Verwaltung im Backend

Einrichtung von Umgebungs-Mandanten

Bevor Sie Elemente Umgebungs-Mandanten zuweisen können, müssen diese Mandanten im System eingerichtet werden:

1. Umgebungs-Mandant erstellen
Im Hauptmenü unter UntermandantenUmgebungs-Mandant erstellen

Externe ID: Optionale Referenz für Ihr internes System
Beschreibung: Sprechender Name des Umgebungs-Mandanten (z.B. "Stadtwerke Nord")
Farbe: Identifikationsfarbe für bessere Übersicht im Backend

2. Benutzer-Zugang einrichten
Im Hauptmenü unter BenutzerNeuen Benutzer erstellen (oder vorhandenen Benutzer bearbeiten)

• Im Dropdown Untermandant den erstellten Umgebungs-Mandanten auswählen
• Benutzer erhält automatisch die eingeschränkten Mandant-Berechtigungen der Instanz statt Master-Zugang

Nach der Einrichtung kann der Mandant sich mit eigenen Zugangsdaten anmelden und sieht nur seine eigenen Elemente plus die vom Hauptmandant geteilten Standard-Elemente .

Element-Zuweisung

Umgebungs-Mandant

Zuordnung zu einem spezifischen Umgebungs-Mandanten oder Standard-Verwendung für alle Mandanten.

None
None
(1880) Test Stadtwerk
Wählen Sie einen Umgebungs-Mandanten aus oder "None" für private Nutzer-Elemente oder Standard-Elemente
Eine detaillierte Einführung in Umgebungs-Mandanten, Vererbung von Standard-Elementen und Mandanten-Konfiguration finden Sie unter Mandanten-Management: Multi-Client Element-System.
Standard für Umgebungs-Mandanten

Markiert Element als Standard-Element, das automatisch an alle Umgebungs-Mandanten vererbt wird.

Aktiviert = Standard-Element wird an alle Umgebungs-Mandanten vererbt und ist für diese sichtbar

Fehlermeldung: Die Kombination "Standard für Umgebungs-Mandanten" + ausgewählter "Umgebungs-Mandant" erzeugt die Fehlermeldung: Tenant defaults can not be set on tenant assigned entities. Ein Element kann entweder für einen spezifischen Mandant ODER als Standard für alle Umgebungs-Mandanten konfiguriert werden.

Eine detaillierte Einführung in Standard-Elemente, Element-Vererbung und die Mandanten-Hierarchie finden Sie unter Mandanten-Management: Multi-Client Element-System.

Element-Typ-Bestimmung:

Mandant = None + Standard = ✗ → Nutzer-Element (nur für aktuellen Nutzer)
Mandant = None + Standard = ✓ → Standard-Element (für alle Umgebungs-Mandanten)
Mandant = (Spezifischer Umgebungs-Mandant) + Standard = ✗ → privates Mandant-Element (nur für gewählten Umgebungs-Mandanten)

Best Practices für Mandanten-Management

• Compliance-kritische Elemente als Standard bereitstellen
Gruppen-Identifier für Komponenten-Familien nutzen (z.B. footer für alle Footer-Varianten)
• Bei Konflikten: Präfix-basierte und sprechende Identifiers verwenden (shared_, subClientX_, ...)
• Versionsnummern in Identifiern für Updates und...
• ...koordinierte Rollouts aller aktualisierten Elemente über zeitgesteuerte Aktivierung
• Regelmäßige Tests in verschiedenen Mandanten-Kontexten
• Release Notes für Umgebungs-Mandanten bereitstellen
• Langfristige Mandanten-Strategie definieren
• Element-Hierarchien vor Implementierung planen

Wartungshinweis: Je mehr ein Mandant von Master-Standards abweicht, desto höher der individuelle Wartungsaufwand. Wägen Sie Anpassungen gegen Effizienz ab.

Nächste Schritte: