Integration
Druckversand
Binect- und E-POSTBUSINESS-Sendungen überwachen und nachverfolgen
Druckversand zeigt alle Briefe, die Output.Rocks über die Webhook-Typen Binect oder E-POSTBUSINESS an einen Druckdienstleister übergeben hat. Die Seite dient als Monitoring- und Eingriffsfläche für Uploads, Provider-Status, Fehler, Kosten und technische Rohantworten.
Benutzer mit ROLE_DASHBOARD sehen ausschließlich Sendungen in Manuelle Prüfung. Synchronisierung, Retry und manuelles Erledigen erfordern ROLE_PRINT_DELIVERY. In der Navigation erscheint die Seite, sobald für den aktuellen Mandantenkontext mindestens eine sichtbare Drucksendung existiert.
Voraussetzungen
Der Druckversand entsteht aus Webhooks. Legen Sie unter Webhooks einen passenden Typ an:
| Anwendungsfall | Binect | E-POSTBUSINESS |
|---|---|---|
| Gerendertes Dokument als Brief versenden | binect-document | epostbusiness-document |
| PDF-Anhänge eines E-Mail-Prozesses als Briefe versenden | binect-email | epostbusiness-email |
Nur PDF-Dateien werden an die Druckdienstleister übergeben. Bei E-Mail-Webhooks werden alle PDF-Anhänge des E-Mail-Prozesses einzeln als Drucksendung angelegt.
Ablauf
- Ein Dokument- oder E-Mail-Prozess erreicht seine Webhook-Phase und führt einen Binect- oder E-POSTBUSINESS-Webhook aus.
- Output.Rocks legt pro PDF eine Drucksendung an, merkt sich Provider, Umgebung, Dateiname, Webhook, Quelle und den zugehörigen Render- oder E-Mail-Prozess.
- Der Upload läuft asynchron über den Workflow
print_delivery. Der übergeordnete Dokument- oder E-Mail-Prozess wartet, bis alle zugehörigen Drucksendungen vom Provider angenommen wurden. - Nach der Annahme synchronisieren geplante Jobs oder der Button Status synchronisieren die Provider-Status weiter, bis ein Endstatus erreicht ist.
- Fehlerhafte oder von Binect stornierte Sendungen wechseln in Manuelle Prüfung. Der zugehörige Dokument- oder E-Mail-Prozess erhält
print_failedund wird nach erfolgreichem Retry oder manueller Klärung überprint_resolvedfortgesetzt.
Liste und Filter
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Kontrollinformationen pro Sendung.
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| ID | Interne Druckversand-ID |
| Status | Provider-Status und interner Verarbeitungsstatus |
| Dienstleister / Umgebung | Binect oder E-POSTBUSINESS, jeweils test oder production |
| Dateiname | PDF-Datei, die an den Provider übergeben wurde |
| Provider Dokument-ID | ID, die der Druckdienstleister nach Annahme zurückgibt |
| Sendungsart (optional) | Binect-Produkt, z. B. Normalbrief, Einschreiben oder Einwurf-Einschreiben |
| Sendungsnummer (optional) | Von Binect bereitgestellte Trackingnummer; bleibt bis zur Bereitstellung leer |
| Quelle | RenderingProcess oder EmailProcess PDF-Anhang |
| Webhook | Auslösender Webhook inklusive ID |
| Kosten | Provider-Kosten, sofern der Dienstleister sie zurückmeldet |
| Zuletzt synchronisiert | Zeitpunkt der letzten Statusabfrage |
Filter stehen für Dienstleister, Umgebung, Provider-Status, Verarbeitung, Quelle, Sendungsart, Webhook-ID, RenderProcess-ID und EmailProcess-ID bereit.
Sendungsart und Spaltenauswahl
Über Sendungsart lässt sich die Liste auf Normalbrief, Einschreiben, Einwurf-Einschreiben, Internationales Einschreiben, Premiumadress Basis oder Premiumadress Report eingrenzen. Der Filter wirkt auf die gesamte Treffermenge und kann mit den übrigen Filtern kombiniert werden.
Unter Spalten konfigurieren können Sie Sendungsnummer und Sendungsart einblenden sowie die Reihenfolge der Spalten ändern. Für mich anwenden speichert die Auswahl für Ihren Benutzer; über Als Standard speichern lässt sie sich als Mandantenstandard übernehmen. Die Aktionsspalte bleibt immer sichtbar.
Die Sendungsart wird an der Drucksendung gespeichert und bleibt beim Archivieren der Rohantworten erhalten. Bestehende Binect-Sendungen werden anhand der gespeicherten Providerantwort oder ihrer versionierten Webhook-Konfiguration ergänzt. Lässt sich die damalige Sendungsart nicht verlässlich bestimmen, bleibt sie leer und wird bei einem konkreten Sendungsartfilter nicht angezeigt. Für E-POSTBUSINESS wird keine Binect-Sendungsart angenommen.
Aktionen
- Aktualisieren lädt die Liste neu.
- Status synchronisieren fragt offene Binect- und E-POSTBUSINESS-Sendungen sofort ab.
- Details zeigt Status, Provider-ID, Upload-Versuche, nächste Synchronisierung, Fehler, Kosten und Rohantworten.
- Upload erneut versuchen ist möglich, solange der Provider noch keine Dokument-ID geliefert hat und die Sendung in
retry_waitodermanual_reviewsteht. - Manuell erledigen schließt eine Sendung aus
manual_review, wenn der Fall außerhalb von Output.Rocks geklärt wurde. - RP und EP springen direkt zum zugehörigen Dokument- oder E-Mail-Prozess.
Statusmodell
Provider-Status beschreiben den fachlichen Stand beim Druckdienstleister:
| Status | Bedeutung |
|---|---|
submitted | Upload wurde gestartet oder angenommen |
validated | Provider hat die Sendung validiert |
queued | Sendung wartet beim Provider auf Verarbeitung |
printing | Sendung befindet sich in Produktion |
sent | Sendung wurde versendet |
canceled | Sendung wurde storniert |
failed | Provider meldet einen Fehler |
unknown | Status konnte nicht eindeutig gemappt werden |
Die interne Verarbeitung steuert Upload, Retry und manuelle Prüfung:
| Verarbeitung | Bedeutung |
|---|---|
pending_submission | Wartet auf Upload |
submitting | Upload läuft |
accepted | Provider hat eine Dokument-ID geliefert |
retry_wait | Temporärer Fehler, nächster Upload-Versuch ist geplant |
manual_review | Manuelle Prüfung erforderlich |
done | Endstatus erreicht oder manuell erledigt |
archived | Abgeschlossene Sendung wurde archiviert |
E-POSTBUSINESS im Testmodus endet bereits bei validated, weil dort kein physischer Versand folgt. In Produktion laufen offene Sendungen weiter bis zu einem Versand- oder Fehlerstatus.
Fehler, Retry und Rohdaten
Provider-Meldungen werden als Fehler oder Warnungen gesammelt und in der Liste über ein Warnsymbol angezeigt. Die Details enthalten zusätzlich den aktuellen Fehlertext und die Rohantworten der Upload- und Statusabfragen.
Bei temporären Fehlern plant Output.Rocks automatische Upload-Retries mit Backoff ein: 60 Sekunden, 5 Minuten, 15 Minuten, 1 Stunde und danach 2 Stunden. Nach mehreren erfolglosen Versuchen oder bei Authentifizierungsfehlern wechselt die Sendung in Manuelle Prüfung.
Der reguläre Workflow-Retrigger nimmt außerdem hängen gebliebene Sendungen in pending_submission und retry_wait wieder auf.
Rohantworten werden vor der Speicherung bereinigt. Sensible Adress-, Empfänger-, Absender- und E-Mail-Felder werden maskiert. Nicht privilegierte Benutzer sehen in den Details nur, dass Rohdaten zurückgehalten wurden; Admins und Super-Admins können die bereinigten Rohantworten einsehen.
Die Standard-Aufbewahrung für Druckversand-Rohdaten beträgt 90 Tage. Danach entfernt der Archivierungsjob die Rohantworten aus der Hot-Tabelle; Status, Provider-ID, Kosten und Meldungen bleiben erhalten.
Betrieb
Der reguläre Betrieb erfolgt über geplante Aktionen:
| Aktion | Aufgabe |
|---|---|
sync-binect-print-deliveries | Synchronisiert offene Binect-Sendungen |
sync-epostbusiness-print-deliveries | Synchronisiert offene E-POSTBUSINESS-Sendungen |
archive-print-delivery-raw-payloads | Entfernt abgelaufene Rohantworten gemäß Aufbewahrungsdauer |
Offene Sendungen werden nach erfolgreichen Uploads typischerweise alle fünf Minuten erneut synchronisiert, bis ein Endstatus erreicht ist.
Sendungsnummern für Binect-Einschreiben
Für Binect-Einschreiben (REGMAIL_*) speichert Output.Rocks Sendungsnummer und Trackinglink dauerhaft an der Drucksendung. Beide stehen in der Detailansicht, auch nach dem Versandabschluss. Versendet ist keine Zustellbestätigung. Das Zustellergebnis wird durch diesen Ablauf nicht ausgewertet.
Der Trackinglink wird von Binect mitgeliefert. Für die Sendungsverfolgungsseite der Deutschen Post korrigiert Output.Rocks den von Binect gelieferten URL-Parameter trackingId auf piececode. Das gilt auch für bereits gespeicherte Links in der Detailansicht und in der API; dafür ist weder ein erneuter Trackingabruf noch ein erneuter Briefversand erforderlich. Die API-Feldnamen trackingId und trackingUrl bleiben gleich.
Die Nummer kann erst später bei Binect verfügbar sein. Die vorhandene geplante Aktion sync-binect-print-deliveries fragt sie deshalb auch bei bereits versendeten Einschreiben weiter ab: höchstens 28 automatische Versuche im Abstand von sechs Stunden, bei einer längeren Provider-Wartefrist entsprechend später. Der erste Versuch erfolgt beim nächsten Synchronisierungslauf nach dem Versand. Normale Briefe erhalten keine zusätzliche Trackingabfrage.
Die Detailansicht zeigt Trackingstatus, letzte und früheste nächste Abfrage sowie Hinweise bei fehlenden Daten oder Providerfehlern. Nach ausgeschöpften Versuchen steht dort Automatische Versuche beendet. Berechtigte Personen können Sendungsnummer nachladen auslösen, auch für ältere abgeschlossene Einschreiben. Wiederholungen innerhalb von fünf Minuten werden zusammengefasst; eine bereits vorgemerkte nächste Abfrage wird auch beim manuellen Nachladen respektiert. Dabei wird nur GET /regmails/{documentID} bei Binect gelesen. Es entstehen weder ein neuer Brief noch eine neue Rendering- oder Webhook-Kette. Bestehende Nummern bleiben bei einem fehlgeschlagenen erneuten Abruf erhalten.
Automatisierte Abfrage mit API-Token
Der reguläre OR-API-Token wird im Header X-AUTH-TOKEN übertragen:
curl --fail --get 'https://app.output.rocks/api/print-deliveries/tracking' \
--header "X-AUTH-TOKEN: $OR_API_TOKEN" \
--data-urlencode 'limit=100'Auf Staging ist dieselbe Route unter https://app.staging.output.rocks erreichbar. Die Abfrage liest ausschließlich gespeicherte Daten und ruft Binect nicht auf.
{
"items": [{
"id": 25923,
"providerDocumentId": "48495439",
"trackingId": "RQ791878015DE",
"trackingUrl": "https://www.deutschepost.de/de/s/sendungsverfolgung.html?piececode=RQ791878015DE",
"trackingStatus": "available",
"trackingAttemptCount": 2,
"trackingLastSyncedAt": "2026-10-29T10:00:00+01:00",
"trackingNextSyncAt": null,
"trackingError": null,
"dispatchStatus": "sent",
"renderProcessId": 26824682,
"emailProcessId": null,
"renderingRequestId": 123,
"externalReference": "vertrag-beispiel",
"subClientId": null,
"updatedAt": "2026-10-29T10:00:00+01:00"
}],
"nextAfterId": null
}Die Werte sind ein illustratives Beispiel. externalReference verwendet die externe ID des Dokumentprozesses, ersatzweise die externe ID des ursprünglichen Rendering-Auftrags. Für eine Vertragszuordnung muss der Aufrufer diese Referenz bereits beim ursprünglichen Rendering mitgeben. Es werden keine Vertragsdaten aus Rohantworten abgeleitet. Nach Löschung des zugehörigen Prozesses können dessen Zuordnungsfelder leer sein.
limit: positive ganze Zahl, Standard 100, maximal 500.afterId: letzte ID der vorherigen Seite; Reihenfolge aufsteigend nach Drucksendungs-ID. SolangenextAfterIdeine Zahl enthält, diese alsafterIdfür die nächste Seite übergeben.- Jeden täglichen Lauf wieder ohne
afterIdbeginnen. Ältere Sendungen können ihre Nummer später erhalten. Eine dauerhaft gespeicherte letzte ID würde diese Änderungen übersehen. Im Folgeprozess anhand der stabilen Drucksendungs-ID abgleichen. trackingStatus:pending,availableoderexhausted. Fehlende Werte bleibennull; Providerprobleme stehen intrackingError, unabhängig vom Versandstatus.- Ein Hauptmandanten-Token sieht Einschreiben seines Mandanten, ein SubClient-Token ausschließlich die eigenen. Andere Mandanten bleiben ausgeschlossen. Zugangsdaten und technische Rohantworten werden nicht ausgegeben.
Die tägliche Post-Statusabfrage und eine anschließende Vertragsanmerkung erfolgen im angebundenen Kundensystem.